![]() |
Front für linguistische Antizyklik und Erneuerung Zürich |
| root@flaez.ch Innen | |
|
flaez
Sanskrit Grammatik Rigveda Monier-Williams Pokorny-Index schweiz. Idg. & LaTeX Idg. & UCS (ttf) Nebis-Proxy Papier Foula wap sonst wild wiki ente |
ein Haikuautomatisch generiert aus dem heutigen [*deaktiviert*] NZZ-Leitartikel:
Diese Haiku-Generationsmaschine funktioniert ausschliesslich probabilistisch (die Idee hat etwas quanten-philosophisches, das Programm sollte im Zustandsraum aller möglichen Haikus eine Wahrscheinlichkeitsverteilung berechnen, und der tatsächlich agezeigte Haiku wäre demnach der daraus kollabierte Zustand). Das bedeutet, dass es von Grammatik keine Ahnung haben soll, sondern den hereinkommenden Text als simples Signal betrachtet, das es nachzuäffen gilt. Eine Verwirklichung dieser Idealvorstellung aller möglichen Haikus wäre natürlich viel zu rechenintensiv, und so stützt sich das Programm (ein einfaches Perlscript, Sourcecode auf Anfrage) auf ein Punktesystem: Der dichtende Computer lässt die vorkommenden Silben Revue passieren und bewertet, wie angebracht jede einzelne im aktuellen Zusammenhang wäre. Die Phonetik zumindest muss natürlich berücksichtigt werden, soll die Ausgabe einem bestimmten Metrum genügen. Der Algorithmus ist daher nicht zeichen- sondern silbenorientiert, und als erster Schritt wird der hereinkommende Text in seine Silben zerlegt (wieder, unbedarft-ungrammatisch; die Silben werden ja wieder zusammengefügt und so falsche Trennungen mit einiger Wahrscheinlichkeit wieder behoben. Allerdings ist hier auch eine Quelle für interessante Wortschöpfungen). Im nachfolgenden Bewertungsprozess werden Silbenanordnungen, die eine Entsprechung im Originaltext haben, höher eingestuft. Ausserdem gibt es ein Bonussystem, so dass Zeilen, die mitten in einem Wort enden, unattraktiver werden, sowie Haikus, die mit einem Interpunktionszeichen enden, belohnt. Zuletzt, sollen Haikus sich doch mit Natur- und Saisonalphänomenen befassen, gibt es ein kleines Lexikon von Begriffen (Jahreszeiten etc.) deren Auftreten im Text belohnt wird. Dieses Verhalten widerspricht eigentlich dem rein probabilistischen Ansatz, ist nur ein oben aufgepfropfter Gag, dessen ungeachtet der erzeugte Haiku ausschliesslich aus Silben gebastelt wird, die im Text auch wirklich vorkommen. |
|
zuletzt geändert:
18. März 2002
|